Brustkrebs

Viele Informationen zum Brustkrebs und der weiblichen Brust. Der Brustkrebs stellt die häufigste bösartige Erkrankung der Frau dar. Ein regelmäßiges Abtasten der weiblichen Brust ist als Vorsogemaßnahme sinnvoll, um eine mögliche Brustkrebs – Erkrankung frühzeitig zu erkennen. Im Rahmen immer besser werdenden Therapien hat sich die Prognose des Brustkrebs in den letzten Jahren deutlich gebessert. Trotzdem beibt der Brustkrebs eine bösartige Tumorerkankung.

Der Brustkrebs ist der häufigste Tumor der Frau.

Autor: Nicolas Gumpert

Die Wahrscheinlichkeit dass eine Frau in ihrem Leben an Brustkrebs (Mammakarzinom) erkrankt beträgt 10 bis 12%. Unter Anbetracht dieser sehr hohen Erkrankungswahrscheinlichkeit sind Vorsorgemaßnahmen wie das regelmäßige Abtasten der Brust zwingend notwendig.

In den meisten Fällen wird Brustkrebs erst nach dem 40. Lebensjahr diagnostiziert, in der letzten Zeit sind jedoch auch immer häufiger junger Frauen betroffen. Insbesondere wenn eine genetische Veranlagung zum Brustkrebs besteht, kann dieser schon vor dem 20. Lebensjahr auftreten.

Neben der genetischen Veranlagung (es wurden zwei so genanntes Brustkrebsgene gefunden) bestehen weitere Risikofaktoren, die das Auftreten eines Brusttumors wahrscheinlicher machen.

Anerkannte Risikofaktoren sind ein frühes Einsetzen der Regelblutung, beziehungsweise ein spätes Einsetzen der Wechseljahre. Als Ursache hierfür wird angenommen, dass die weiblichen Sexualhormonen eine Tumorerkrankung der weiblichen Brust begünstigen.

Weitere Risikofaktoren sind Kinderlosigkeit, beziehungsweise Kinder die jenseits des 30. Lebensjahres der Mutter geboren wurden. Weiterhin wird Übergewicht, Eierstockkrebs, Gebärmutterkrebs aber auch Darmkrebs als Risikofaktor anerkannt.

Jede gutartige Veränderung der weiblichen Brust kann theoretisch zu Brustkrebs mutieren.

In der Regel entwickelt sich das Mammakarzinom nicht von heute auf morgen. Die Entwicklung von einer gutartigen Veränderung hin zum Brustkrebs vollzieht sich in der Regel über mehrere Jahre. Ob eine gutartige Veränderung sich jedoch zu einer bösartigen entwickelt, kann im Vorfeld nicht prognostiziert werden.

Der Brustkrebs kann von verschiedenen Stellen der Brust seinen Ausgang nehmen. In den meisten Fällen entwickelt sich der Tumor aus den Milchgängen oder dem Drüsengewebe der Brust.

Typische Symptome die auf eine Brustkrebserkrankung hindeuten gibt es nicht. Daher müssen alle Veränderungen der weiblichen Brust sorgsam betrachtet werden.

In den meisten Fällen entdeckt die betroffene Frau einen Knoten oder eine Verhärtung in der Brust. Auch kann erstmalig eine Brustgrößenasymmetrie auffallen. Mit Tumorwachstum kann in die betroffene Brust größer werden.

Weitere Hinweise können Einziehungen an der Haut sein, Lymphknoten unter der Achsel können sich schmerzlos verdicken oder die betroffene Brust kann sich überwärmen, teilweise auch rot verändern.

Es gibt eine typische Verteilung, wo der Brustkrebs zuerst auftritt. In 10 bis 20% aller Fälle können beide Brüste betroffen sein.

Teilt man die weibliche Brust in vier Viertel ein, befindet sich der Brustkrebs in 55% aller Fälle im oberen äußeren Quadranten, in 15% im oberen inneren Quadranten, in 10% im unteren äußeren Quadranten, in 5% im unteren inneren Quadranten und in 15% hinter der Brustwarze.

Der Brustkrebs ist dahingehend problematisch, dass er früh Metastasen (Tochtegeschwulste) setzt. Hierunter versteht man, dass Tumorzellen über den Blutweg oder die Lymphe (Gewebswasser) zu anderen Orten transportiert werden und dort anfangen zu wachsen.

Die Diagnose Brustkrebs kann durch verschiedene Untersuchungen gestellt werden. In der Regel untersucht der Gynäkologe die weibliche Brust durch abtasten. Entdeckt er hierbei eine verhärtete, knotige Stelle, können weitere Untersuchungen folgen. Hierzu stehen verschiedene Diagnosemaßnahmen zu Verfügung. Die einfachste Strahlung freie Untersuchungsmethode ist der Ultraschall. Mit der Ultraschall Untersuchung kann die Gewebebeschaffenheit des Knotens untersucht werden. Eine indirekte Aussage über gut- oder Bösartigkeit kann durch den Ultraschall nicht gestellt werden.

Als weitere Maßnahme steht dem Gynäkologen die Mammographie zur Verfügung. Die Mammographie stellt eine spezielle Röntgentechnik dar, mit der das Gewebe der Brust durch Röntgenstrahlen dargestellt werden kann. Typische Gewebeveränderungen, wie zum Beispiel kleine Kalkeinlagerungen im Gewebe, kann ein Hinweis auf Bösartigkeit sein.

Eine definitive Aussage über gut- oder Bösartigkeit kann nur durch eine Gewebeentnahme gemacht werden. Hierfür muss aus dem verdächtigen Gewebe eine kleine Probe entnommen werden und diese unter dem Mikroskop nach Anfärbung untersucht werden. Mit dieser Methode kann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Aussage über die Gut- oder Bösartigkeit gestellt werden.

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